Nepal & Indien 2019

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4. Mai 2019

Kathmandu

Der erste Tag in Kathmandu sollte auch gleichzeitig unser einziger Tag in der Hauptstadt Nepals sein und war dementsprechend vollgepackt mit to dos. 

Zum einen galt es den Transfer von Kathmandu nach Pokhara zu organisieren, von wo aus unsere Wandertour starten wird und zum anderen musste die ca 2 Millionen Einwohner Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten erkundet werden. 

Bereits am Frühstückstisch trafen wir auf „den Russen“ ,dessen Wichtigkeit uns in wenigen Minuten ersichtlich wurde. Denn der lässige, Anfang 30 jährige Mann stellte sich nicht als einer der vielen Verkäufer und Angestellten heraus, die Guides für Wanderungen, oder überteuerte Transfers von Kathmandu in alle  Richtungen verkaufen wollen, sondern ebenfalls als Wanderer, der eine billige Möglichkeit suchte, um von KTM nach Pokhara zu gelangen. Zu dritt machten wir uns in den Gassen der Hauptstadt auf die Suche nach einem Reiseunternehmen, das uns ein akzeptables Angebot unterbreiten könnte. Nach wenigen Minuten hatten wir ein billiges Angebot für die ca 200 km lange Route gefunden und somit die wichtigste Aufgabe für diesen Tag erledigt. 

Als nächstes machten wir uns also bei 30 C und Sonnenschein auf den Weg zur  ersten Sehenswürdigkeit dem Pashupatinath. An diesen heiligen Tempeln der Hindus werden die Toten am Ufer des Bagmati verbrannt und die Asche letztlich in den Fluss gegeben. Eine sehr interessante und nahegehende Tradition. 

Die nächste Station sollte der etwa 2 km entfernte Tempel der Buddhisten, die Boudhanath Stupa sein, welche das Zentrum des buddhistischen Viertels darstellt. Der Weg zu Fuß führte uns durch die unangetasteten und vom Tourismus weniger beeinflussten Straßen der Stadt, in denen teilweise mehr streunende Hunde als Menschen anzutreffen waren (wahrscheinlich das Paradies für Laura M.) und Kühe ihren Weideplatz spontan auf die Straße verlegt haben. Der heilige Tempel ist auf jeden fall ein Meisterwerk der Baukunst, jedoch touristisch leider sehr überlaufen. 

Der Rückweg zu unserem Hotel gestaltete sich auf Grund der großen Entfernung und dem plötzlich extrem verringerten Aufkommen an Taxen als langatmig. Außerdem wurde Sebi während der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit von einem klaffenden Hund verfolgt und fast gebissen. Neben diesem Höhepunkt trafen wir auch auf eine Art Kirmes mitten auf den Straßen, wobei eine Runde auf den Fahrgeschäften aufgrund der augenscheinlich nicht bestandenen TÜV Abnahme leider ausblieb. 

Das Abendessen wurde wie bereits am Vorabend in Thamel eingenommen, jedoch verlängerte sich unser Abendprogramm durch ein Bier in einer der vielen Rooftop bars, von wo aus wir die Gitarrenriffs einer Liveband hörten. 

Von der Euphorie der westlichen Rock Songs gepackt entschieden wir uns für einen Besuch des Clubs. Wir schauten nicht schlecht rein, als wir uns vor einer doch sehr großen Stage wiederfanden, die vor etwa 300 Leuten teilweise Festival Atmosphäre aufkommen ließ! 

Da der Bus sich am nächsten Morgen bereits um 6.30 Uhr in Richtung Pokhara aufmachen sollte, war leider nur ein kurzer Aufenthalt in dieser einzigartigen Bar drin. 

Schade! Aber man sieht sich immer zweimal im Leben. 

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