Nepal & Indien 2019

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6. Mai 2019

Pokhara

Aufstehen in der zweit größten Stadt Nepals. Das Frühstück im Hotel, welches standardgemäß aus der Karte ausgewählt wird und meist als „Classic Himalayan Breakfast“ beschrieben wird, besteht aus 2 Toast, ein bisschen Gelee, gebratenem Gemüse und einem Spiegelei. Die warmen Temperaturen ermöglichten es uns draußen im dicht bewachsenen Garten zu frühstücken. Diese Atmosphäre gab uns das Gefühl in der Zeit um einige Jahrzehnte zurückversetzt geworden zu sein. Naja. Auch an diesem Tag galt es wieder viele Sachen zu erledigen: 

Permits und Lizenzen für unsere Wanderung, die am nächsten Tag starten sollte galt es zu beschaffen, außerdem mussten die Sehenswürdigkeiten von Pokhara erkundigt werden. 

Im Beantragungsbüro gab es gleich zwei Highlights: zum einen mussten neue Passbilder direkt im Eingangsbereich gemacht werden, die aufgrund der 30 C Außentemperatur und 70% Luftfeuchtigkeit, sowie der 3 km Fußweg zu einen der weniger gelungenen Fotografien von uns gezählt werden. 

Zum anderen wurde unsere geplante Wanderroute komplett neu geplant. Denn unser eigentliche Startpunkt, den wir aufgrund des unvorhersehbaren Wetters gewählt haben, wurde durch unseren eigentlichen Endpunkt ersetzt. Das bedeutete für uns: bis morgen muss ein Bus gebucht sein und unser Gepäck bis auf das Minimum reduziert werden, um den Überschuss im Hotel zu hinterlegen. Erst nachdem diese Sachen erledigt wurden haben wir uns der Stadt Pokhara gewidmet. 

Eine hoch angepriesene Sehenswürdigkeit sind die Davi‘s Falls mitten in der Stadt. Die Bilder versprachen atemberaubende Fontänen des Wasserfalls und reißende Wassermassen. Den Eintritt bezahlt, war die Ernüchterung recht groß, da auf den Broschüren und im Internet nicht erwähnt wurde, dass der Wasserfall nur in der Regenzeit solche Bilder hergibt und der Fluss in der Trockenperiode zu einem Rinnsal wird. 

Must seen in Pokhara ist aber die Besichtigung der Stupa, die 300m über dem See liegt und einen überragend Blick auf die Stadt und das Himalaya liefert. In Kauf nehmen muss man jedoch den extremen Aufstieg in der Mittagshitze, der von uns als super Trainingseinheit für die kommende Wanderung klassifiziert wurde.

Der Rückweg zum Hotel, das am gegenüberliegenden Seeufer gelegen ist, gestaltetet sich ebenfalls als anstrengende Aufgabe. Da wir zu den letzten Besuchern gehörten, musste rasch ein Bootsfahrer organisiert werden, der uns über den See bringt. Als sich schließlich eine ältere Frau gefunden hatte, ließ sich Sebi nicht lange Lumpen und nahm ebenfalls ein Paddel in die Hand, um uns in Motorboot Geschwindigkeit zum anderen Ufer zu bringen. 

Da der Bus zu unserem neuen Startpunkt bereits um 6.30 abfahren sollte, hieß es auch an diesem Abend: früh in die Kiste. 

Nach extrem ausgiebigen Abendessen im Hotel verabschiedeten wir uns also ins Land der Träume mit ordentlich Vorfreude auf unsere 220 km Wanderung.

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