Nepal & Indien 2019

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27. Mai 2019

Hart verkackt - Visum für Indien

Der 23. Tag unserer Reise sollte ein einprägsamer werden. 

Es begann alles ganz harmlos und idyllisch beim entspanntesten Frühstück in ganz Pokhara, laut TripAdvisor. 

Aufgaben gab es nur wenige und diese waren simpel:

• Bus an die nepalesisch/indische Grenze nach Sunauli buchen 

• EVisa für Indien beantragen 


Der Bus in das von Pokhara 90km entfernte Sunauli am nächsten Tag war nach wenigen Minuten beim Reiseunternehmer unseres Vertrauens gebucht. 

Bei der Beantragung des EVisas entpuppte sich nach und nach das Drama infernale unserer Reise. 

Das EVisa wurde von allen uns getroffene Personen in den höchsten Tönen und voller Euphorie weiterempfohlen. Gepackt von dieser Begeisterung über das scheinbar beste Visa aller Zeiten hielten sich unsere weiteren Recherchen bezüglich der Einreise nach Indien in Grenzen, denn das EVisa regelt schon. 

Drauf geschissen! 

Denn was leider keiner erwähnt hat, war, dass die Einreise per EVisa nur über eine Handvoll ausgewählter Flughäfen in Indien möglich ist. Der Landweg per Bus war somit von der einen zur anderen Sekunde verstrichen, da man am Grenzübergang in Sunauli kein Visum bekommen kann. 

Wesentlich lässiger sind am gleichen Grenzübergang die Behörden von Nepal drauf, die das Visum auch gerne vor Ort ausstellen. 

Einzige Lösungsmöglichkeit: Zurück nach Kathmandu, dort das Visum beantragen und den Bus nehmen, oder von dort nach Delhi fliegen. 

Nächste Hiobsbotschaft: Die Ausstellung des Visums in Kathmandu dauert 5-7 Werkstage, unser Visum in Nepal hat eine Restlaufzeit von 6 Tagen. 

Also wurde der Bus kurzerhand nach Kathmandu umgebucht und unserer Aufenthalt in Nepal um mindestens 7 Tage verlängert. 

Auf dem Rückweg vom Reiseunternehmer zum Hotel setzte dann der einsetzende Starkregen, der mittlerweile fest zum Tageszeitenklima gehört, ein und zwang uns zu einer Pause in einer Bar, die gerade mitten in ihrer Happy Hour war (12-17.30 Uhr). Das Angebot Zahl eins, bekomm zwei, ließen wir uns nach diesem Vormittag natürlich nicht entgehen und war mehr oder weniger der Trostpreis. 

Die 10 stündige Busfahrt am nächsten Tag nach Kathmandu gestaltete sich genauso langatmig und heiß, wie alle anderen Busfahrten, die wir bisher bestritten hatten. Einzig die überraschende Gesellschaft von Herrn Rosenbach erfreute uns doch sehr. 

Am nächsten Tag waren die Todos glasklar: Die Visumfrage klären. 

Also ging es um 9.00 Uhr zum Visa Application Center of India, in der Hand allerlei Kopien und Anträge, die uns die unglaubliche indische Bürokratie aufgezwungen hatte. Dass die Inder irgendwie anders und vor allem scheinbar wesentlich komplizierter denken, als die Kollegen aus Nepal, merkten wir spätestens, als wir die kompletten Kontaktbögen unserer Eltern und ungewöhnlich große Passbilder (die wir noch machen mussten und sich in unsere überragende Fotocollage einordnen) im Application Formular hinterlegen und die das Center 3 weitere Male besuchen sollten. Als die Dame am Informationsschalter uns erklärte, dass die aktuellen Bearbeitungszeiten zwischen 7 und 10 Werkstagen liegt, war für uns klar: Es wird wohl die Einreise per Flugzeug werden. Der Flug und das EVisa (was sogar wesentlich billiger ist, also sehr empfehlenswert!) wurden somit wenige Stunden später gebucht. 

Die Einreise nach Indien ist somit jetzt feste Sache. Unser geplantes Zeitfenster wurde übrigens jedoch aufgrund unserer schnellen Wanderung eingehalten: 

17 Tage in Indien.


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