Nepal & Indien 2019

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30. Mai 2019

Kathmandu part 2

Also noch 4 Tage Kathmandu. Da wir alle lästigen Formalitäten erledigt hatten, konnten wir uns wieder den schöneren Sachen der Stadt widmen. Da unser Hotel wieder mitten in Thamel lag, kamen wir um eine Bummeltour durch die etlichen kleinen Gassen nicht drum rum. Cooler Effekt der Off Season ist, dass die Geschäfte nicht derart extrem überlaufen waren, wie noch 3 Wochen zuvor und die Straßen somit einigermaßen leer waren. Außerdem legten wir unser Augenmerk auf die eher unbekannten und kleineren Attraktionen der Stadt und besuchten den intensiv gepflegten Garden of Dreams. Dieser ist wohl besonders dafür bekannt die Instagram Träume aller Asiaten zu erfüllen, die in bester Robe für den besten Schnappschuss posierten und eine amüsante Unterhaltung für uns waren. 

Wie euch sicher erinnern könnt, waren wir während unseres ersten Aufenthalts in KTM in dieser Rockbar mit Festival Feeling. Das Abendprogramm war somit also klar. Es war einer dieser Abende: „Wir gehen nur auf 2 Bier rein“ - und dann eskaliert es komplett. Es kam wie es immer kommt: Die Band war gut, das Everest Beer hat geschmeckt und die Leute waren gut drauf. Und so bekam der Abend langsam seine Eigendynamik, als wir auf Aaditya (auf deutsch Addi) und seine Freunde trafen, die am nächsten Tag keine Uni hatten und das klassische Studentenleben führen. Ende vom Lied war natürlich, dass die geplanten 2 Bier vervielfacht wurden und wir den Laden abgeschlossen haben, wie sich das gehört. Zu einem weiteren Höhepunkt kamen es jedoch noch auf der Straße vor dem Club, als wir auf 4 weitere Leute trafen, denen wir bereits während unserer Wanderung begegnet sind. Aber unser Lifestyle hat sich mittlerweile an diese unberechenbaren, komplett wahnsinnigen Begegnungen und Zufälle, die wir hier täglich erleben gewöhnt. 

Der Kater am nächsten Morgen war hart, aber wir haben uns doch in die French Bakery nebenan berappelt, in der schon wieder das nächste Problem aus Indien auf uns wartete. Wir dachten die Deutsch Bahn ist schon ein komplizierter Laden, aber was wir durchmachen mussten, um ein Zugticket von Delhi nach Amritsar zu kaufen, bringt das ganze auf ein neues Level. Etwa 90 Minuten nahm die Buchung des Tickets in der berühmten Sleeper Class in Anspruch. Für die Bestellung des Essens, was in den Zügen immer vorher ausgewählt und bezahlt werden muss hat die Zeit leider nicht mehr gereicht, denn wir haben uns noch mit Addi verabredet, der uns die „hidden places“ in KTM zeigen wollte. Der Reiseführer hat uns bereits darauf hingewiesen, dass Pünktlichkeit in Nepal anders interpretiert wird, als wir es kennen. Wir haben mit ein paar Minuten gerechnet, aber die anderthalb Stunden Wartezeit belehrten uns eines besseren. Endlich getroffen, besuchten wir einen Markt und einige historische Gebäude, tranken den besten Lassi der Stadt und gingen abschließend zusammen essen. 

Mit dem 3. Tag machten wir uns auf den Weg zum etwas weiter außerhalb gelegenen Stadtteil Bhaktapur, das für Töpfer und Kunsthandwerk bekannt ist und zu den 10 saubersten Städten Asiens zählt. Die Kulturhauptstadt des Landes ist auch wesentlich ruhiger und mit ihren unzähligen historischen Tempeln, sowie dem großräumig ausgelegten Fahrverbot wesentlich idyllischer und somit ideal, um uns in Ruhe von Nepal zu verabschieden, denn am Freitag geht der Flieger nach Delhi. 

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