Nepal & Indien 2019

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14. Juni 2019

Lucknow

Lucknow ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaats Upper Pradesh, liegt etwa 450km westlich von Delhi und ist mit seinen Millionen Einwohnern die 11. größte Stadt Indiens und die 74. schnellst wachsende Stadt der Welt. In verschiedenen Studien indischer Agenturen, die die Zufriedenheit der Bürger in Bezug auf ihre Stadt untersucht, liegt Lucknow auf dem 2. Platz, was vor allem an den unzähligen Parkanlagen, guten Bildungsstandards und angemessen bezahlten Arbeitsplätzen liegt. Neben den vielen politischen Institutionen, die hier untergebracht sind, finden sich auch Hightech- und IT Unternehmen in den Straßen der Stadt, die Lucknow auch zu einen der wohlhabenderen Gegenden Indiens macht. Ebenfalls bemerkenswert ist das Martiniere College, das national zu den Top 5 Colleges zählt und mit unzähligen Parks und Sportanlagen ausgestattet ist. Vor allem aus historischen Gründen gilt Lucknow außerdem als Kulturzentrum im Norden Indiens.  

So viel davon gesehen haben wir jedoch nicht, denn der erste Tag wurde nach früher Ankunft um 5.30 Uhr morgens hauptsächlich zur Regeneration und Erholung von den Strapazen genutzt. 

Und jetzt alles ganz von vorne. 

Die Anreise von Varanasi, nach unserem 20 Stunden Tag, erwies sich nämlich alles andere als reibungslos. 

Alles sollte eigentlich just in Time ablaufen, als wir nur 10 Minuten vor Abfahrt den überfüllten Bahnhof erreichten. Doch die sich anbahnenden Komplikationen machten sich bereits an der Timetable bemerkbar, als unser Zug kein eindeutiges Abfahrtsgleis zugeteilt bekommen hat und ein anderer Zug zur geplanten Abfahrtszeit auf dem Gleis stand, den wir für unseren gehalten hatten. Schon zwischen Tür und Angel im Zug, machte uns ein Schaffner darauf deutlich, dies sei nicht unser Zug. 

Dass unser Zug noch gar nicht in den Bahnhof eingelaufen ist und einfach hinter diesem verspäteten Zug wartete, erwähnte er bedauerlicherweise nicht und somit ist das Panik Risiko sprunghaft gestiegen. Schnell wurde ein kompetent aussehender Inder gefragt, was der online Service des Bahnbetreibers sagt. Dieser zeigte uns das oben erwähnte. Glücklicherweise benachrichtigte er uns auch darüber, dass unser Zug spontan auf einem anderen Gleis anrollte. Sagen wir es so: Hätten wir das durch ihn nicht erfahren, hätte die Kacke am Bahnhof in Varanasi aber gedampft. 

Glücklicherweise hatten wir danach keine Probleme mehr und strandeten schließlich um 5.30 Uhr in Lucknow - zu früh für das Check In in unserem Hotel. 

Also war wieder Park Chillerei angesagt. Unser Weg führte uns auf eine Wiese der Martiniere Parkanlage, die sich schnell als Trainingsplatz für die Nationalsportart Cricket entpuppte. Nach, mehr oder weniger erholsamen, zwei stündigem Aufenthalt im Park und anschließendem Frühstück, waren wir um 11.30 Uhr in unserem Hotelzimmer. 

Die folgenden fünfeinhalb Stunden wurden dann zur erwähnten Regeneration in Form eines ausgiebigen Nickerchens genutzt. Auf dem Tagesplan stand also nur noch das Abendessen in der Stadt. 

Der zweite Tag in Lucknow war, in Anbetracht der Weiterfahrt nach Delhi am frühen Nachmittag, relativ einfach gestrickt. Die wenigen Stunden nach dem typisch indischen Frühstück, also Reis mit Masala Curry oder Nudeln mit Gemüse, nutzten wir, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Dabei ging es durch schöne, große Parks und entlang des Gomti Ufers in die Altstadt und schließlich mit der hochmodernen Subway, die alle europäischen Konkurrenten um Längen übertrumpft, zum Bahnhof. Dass in Lucknow auf 100 m drei verschiedene Bahnhöfe vorzufinden waren, bereitete uns am Anfang noch etwas Probleme, aber durchgekommen sind wir bis jetzt ja immer. 

Next and last stop: Delhi. 

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