Südostasien 2019

Loading...
Unsere Reise

Sehr zeitig nach der Beendigung unserer Schullaufbahn werden wir, Carlo und Raphael, uns auf den Weg nach Südostasien machen. Wir haben dort eine zweimonatige Reise geplant - Von Hanoi nach Süden, Richtung Ho-Chi-Minh Stadt, dann durch Kambodscha nach Thailand, dort von Bangkok bis Phuket, um dann mit dem Zug nach Singapur zu fahren. Wir waren beide noch nie in dieser Region unterwegs und sind sehr gespannt was uns dort alles erwarten wird. In diesem Blog werden wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen, sowie einige Bilder mit euch teilen und euch hoffentlich einen authentischen Eindruck vermitteln wie wir diese wunderschöne Region erleben.

Karte
Letzter Blogeintrag

7. Juni 2019

Singapur

Pünktlich um 7:00 Uhr standen wir an der Bushaltestelle um unsere 5-stündige Busfahrt nach Singapur anzutreten. Dort angekommen erwartete uns der typisch futuristische Stil der Stadt, weiß-graue verglaste Gebäude und grüne Gärten, Parks und Wiesen. Doch das Grün beschränkte sich nicht nur auf den Boden, nein sogar auf den Hochhäusern erblickten wir riesige Gärten, Bäume und sonstige Pflanzen. Verglichen mit allen anderen Städten, die wir auf unserer Reise gesehen haben, war Singapur etwas ganz neues. Man merkt eindeutig, dass es sich hierbei um eine viel jüngere Stadt handelt.

Bevor wir uns den bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Marina Bay und dem botanischen Garten zuwendeten, erkundeten wir erst einmal Little India und Chinatown.

Diese Stadtteile sind, trotz der doch sehr modernen Gebäude, den malaysischen Städten viel ähnlicher, als der Rest der Stadt. Anstatt der Streetfood-Läden gibt es hier jedoch sogenannte Hawker-Center, in denen kleine Garküchen Reihe an Reihe stehen. Dadurch sind die Straßen zwar aufgeräumter, jedoch mussten wir für ein günstiges Essen relativ oft nach Hawker-Centern suchen.

Singapur ist außerdem bekannt für seine vielen Einkaufsmalls, in denen wir uns natürlich auch das ein oder andere Mal wiederfanden. Wir füllten hier aufgrund des fast deutschen Preisniveaus zwar keine Kassen, jedoch gab es sehr viel zu sehen, von Fashion über Elektronikgadgets bis hin zu deutschen Restaurants mit überteuertem Weißbier. Letzteres zeigte uns, dass man auf solch einer Reise neben den vielen neu entdeckten Dingen, doch das ein oder andere deutsche Gut vermisst (ein stinknormales Käsebrötchen wird daheim wohl die erste Mahlzeit sein).

Am zweiten Tag planten wir den Besuch der Marina Bay. Allerdings hatte der Wettergott scheinbar etwas an diesem Plan auszusetzen und so erwischte uns der erste Regenschauer schon auf dem Fußweg zur Bucht. Welch ein Glück, dass wir ein schützende Dach bei einem Elektronikladen fanden. Regenschauer vorüber, weiter ging es. Angekommen beim bekannten Marina Bay Sands Hotel waren wir erstenmal erschlagen vom Gebäude selbst.

Beim weiteren Umgucken fühlten wir uns, als wären wir eben mal 30 Jahre in die Zukunft gereist. Links das Riesenrad und die Gardens by the Bay mit ihren riesigen künstlichen Bäumen, rechts die gigantische Skyline von Singapur, bestehend aus futuristischen architektonischen Schönheiten so weit das Auge reicht, darunter das Science-Museum in Form einer Blume.

Nach einem kurzen Besuch der Lobby des Marina Bay Sands Hotels und der dazugehörigen Mall, welche eine Luxusmarke nach der anderen anbot, gingen wir über eine bunt bewachsene Brücke zu den Gardens by the Bay. Dort begrüßte uns erstmal wieder der Wettergott mit einem saftigen zweistündigen Gewitter. Wir warteten die nächste Regenpause ab und liefen geschwind zu den berühmten Gewächshäusern der Gardens by the Bay. Diese sind zwei Glaskuppeln, in welchen eine eigene kleine Vegetation herrscht. Es ist auf jeden Fall unglaublich eindrucksvoll und modern. Das Klima in diesen Kuppeln ist ein völlig anderes als draußen, kühl und trocken. In der einen konnte man einen kleinen Berg sehen, an welchem die Vegetation eines "Cloud-Regenwaldes" modelliert wurde; mitsamt der Wolken!

Etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen und wir waren beide unglaublich beeindruckt. Hier wurde den Besuchern außerdem mal wieder klar gemacht, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist, und dass der Kampf gegen den Klimawandel nicht nur zur Erhaltung einzelner Tier- und Pflanzenarten wichtig ist, sondern ebenso für den Erhalt der Menschheit. Angebote wie diese, wo der Fakt des Klimawandels und dessen Konsequenzen veranschaulicht werden, müsste es unserer Meinung nach viel häufiger auch in Deutschland geben.

Die zweite Kuppe ist mit eher westlicher, bekannter Vegetation gefüllt ist größtenteils fokussiert auf Blumen. Man konnte neben einigen Orchideenarten sogar Trauben finden! Direkt bei diesen Kuppeln befinden sich die berühmten künstlichen Bäume, welche auch "Supertrees" genannt werden. Diese sind nicht weniger beeindruckend, da sie wunderbar in der Umgebung und der Natur integriert sind.

Die Bäume werden abends mit einer Lightshow zum Leben erweckt, doch bevor wir uns das anschauten, ging es erst zu einer anderen Lightshow. Veranstaltet wird diese von und vor dem Marina Bay Sands Hotel und sie steht den Lightshows in Las Vegas in nichts nach!

Nach dieser starken Vorlage ging es dann zu der eben erwähnten Lightshow bei den Supertrees. Diese war deutlich ruhiger und durch Hits aus 50ern und 60ern geprägt, doch in dem Setting mit unglaublich schön angestrahlten modernen Bäumen, war es genau richtig und beeindruckte uns beide extrem.

Chinatown füllte uns mit, noch einmal neuen, Geschmäckern und Gerüchen. In jeder Stadt scheint man einen anderen Teil der chinesischen Kultur mitzubekommen in diesen Stadtteilen. Zum einen fanden wir endlich richtig dicke chinesische Ramen, aber auch ein Straßenmusiker wurde entdeckt, mitsamt tanzenden Einheimischen. Es sind immer kuriose Einblicke in eine komplexe Kultur.

Den letzten Tag in Singapur und damit den letzten unserer Reise nutzten wir zur Besichtigung des Fort Canning Parks und der botanischen Gärten. Auch wenn diese nicht zu unseren Highlights zählen, war es doch einen Spaziergang durch sie wert. Am Abend ging es dann nochmal zum Marina Bay Sands Hotel, doch diesmal schauten wir nicht darauf, sondern von oben hinunter mit einem (viel zu teuren) Singapore Sling in der Hand. Hier oben von der Skybar hatte man einen traumhaften Blick auf die Skyline, eine Skyline, die es so in keiner anderen Stadt zu sehen gibt.

Auch wenn der Aufenthalt in Singapur vergleichsweise teuer war (hauptsächlich durch die Eintritte), war er es ohne Zweifel wert und wir würden jedem diese Stadt weiter empfehlen.

Als Fazit unserer Reise lässt sich sagen, dass wir über zwei Monate hinweg so viele neue Städte, Kulturen, kulinarische Spezialitäten und Eindrücke entdeckt haben, dass es wirklich nie langweilig wurde. Wenn man allerdings einen tieferen Einblick in das "richtige" Leben hier bekommen möchte, ist wahrscheinlich mehr Zeit an einzelnen Stellen nötig. Mit unserem Budget von 25€ pro Tag plus 400€ für Eintritte und andere größere Ausgaben kamen wir in den zwei Monaten einwandfrei hin und lagen am Ende sogar noch ca. 100€ darunter. Das ein oder andere nicht ganz saubere Badezimmer oder zu harte Bett mussten wir dafür zwar in Kauf nehmen, doch wir empfanden es nie als wirklich schlimm. Einige Stellen und Aktivitäten, die uns auch im Nachhinein oft empfohlen wurden, mussten wir leider aus zeitlichen Gründen auslassen, darunter sind der Norden Vietnams mit seinen vielen Reisfeldern und der Motorradstrecke "Northern Loop", die Inseln Kambodschas, der Norden Thailands mit der Stadt Chang Mai, die Highlands Malaysias und die malaiische Insel Borneo mit dem größten Höhlensystem der Welt. Doch auch ohne diese Erlebnisse, können wir nach dieser Reise sagen, dass es ein unvergessliches Erlebnis war und man die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen für sein Leben lang mit sich trägt.

Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen: Danke, dass ihr so eifrig unseren Blog gelesen habt, uns hat das Schreiben auf jeden Fall Spaß gemacht!

Weiterlesen
Alle Einträge ansehen
Aktuelle Fotos
keyboard_arrow_left
keyboard_arrow_right
Galerie ansehen
clear select_all 1 Foto(s) ausgewählt